
Die neue Website vom Weingut Ruppert-Deginther. ReThinking. ReDesign.
Die alte Website musste dringend überarbeitet werden. Design, Inhalte und Technik entsprachen nicht mehr dem heutigen Stand und konnten das Weingut nicht angemessen repräsentieren. Technische Defizite wie fehlendes Responsive-Verhalten und mangelhafte DSGVO-Konformität erzeugten Handlungsbedarf.
Aus Gründen der Flexibilität und Selbstermächtigung empfahl ich den Umstieg auf WordPress. Regelmäßige Content-Updates bezüglich neuer Auszeichnungen durch die renommierten Wein-Guides sowie Hinweise auf Events/Verkostungen lassen sich mit einem Content Management System erheblich schneller umsetzen. Ein zukünftiger Aus- und Umbau der Website wird erleichtert.
Ziel des Relaunchs war neben der Modernisierung auch die Verbesserung der Leadgenerierung. Call-to-Action-Komponenten, die den Abruf von Weinpreislisten pushen sollten, erfüllen heute ihren Zweck.
Content Produktion mit neuer Informationsarchitektur und Tonalität.
Die ursprüngliche Direktive „Inhalte übernehmen“ musste aus gutem Grund schnell verworfen werden. Und so wuchs die neue Website während ihrer Entwicklung immer weiter. Während manche Bereiche bewusst reduziert gehalten wurden, bekamen andere mehr Aufmerksamkeit und eine detailliertere Ausarbeitung. Die Seite „Philosophie“ und insbesondere das Kapitel „Nachhaltigkeit“ beschreiben nun wesentlich ausführlicher, was das Weingut Ruppert-Deginther so besonders macht.
Für die Content Produktion stützte ich mich auf mehrere Interviews mit Justus und Milena. Die Extraktion von Kernaussagen lieferte die Grundlage für erste Textfragmente. In mehreren Abstimmungsschritten tasteten wir uns an die finale Version heran. Manchmal waren Abstand und Pausen nötig, um sicher zu sein, dass die Texte sowohl inhaltlich stimmig waren als auch emotional den richtigen Ton trafen. Justus Ruppert hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welchen Sound seine Ansprache haben sollte und wo seine Grenzen waren. Bescheidenheit und Bodenständigkeit einerseits und klare Kommunikation andererseits ohne pseudokreativen Manierismus.
Zielvorgabe übererfüllt.
Ich denke, wir haben eine Website geschaffen, welche die zuvor entwickelte Corporate Identity gut reflektiert. Sie komplettiert das Identity Design für Ruppert-Deginther. Ein Quantensprung im Vergleich zur alten Website, sowohl inhaltlich, strukturell wie auch visuell. Der Fokus auf Call-to-Action, das Generieren von Leads über die Abfrage der Weinpreisliste, hat sich bewährt. Auch ohne Online-Shop können Stammkunden unkompliziert ihre Bestellungen über das Kontaktformular aufgeben.
Natürlich kann hier und da verbessert werden, aber wir stecken in der Anfangsphase und sammeln Erkenntnisse für die nächste Entwicklungsstufe.
Learnings. Worauf ich beim nächsten Web-Projekt achten werde.
Ich bin Mitglied einer Admin-Gruppe und dort tummeln sich alte Hasen (und erstaunlich viele Häsinnen), von denen manche schon hunderte Websites entwickelt haben. Manchmal fühle ich mich klein, weil ich diese Erfahrung nicht vorweisen kann. Ich lerne ich jeden Tag dazu und verbessere meinen Workflow. Auch das Web-Projekt für Ruppert-Deginther hat dazu beigetragen, meinen Horizont zu erweitern und noch genauer auf Details zu achten.
Ein Hoster, dessen Qualität ich nicht beurteilen konnte und dessen Aussagen ich vertrauen musste. Während die alte Website noch halbwegs akzeptabel lief, häuften sich beim Arbeiten mit der neuen WordPress-Installation die Server-Fehlermeldungen. Was ich daraus gelernt habe? Entweder einen vertrauenswürdigen Hoster wie webgo (Shared Hosting) oder HostPress (Professionelles WordPress Hosting) auswählen oder eine Nach-Aufwand-Position für das Handling mit in die Kalkulation aufnehmen.
Auch ein E-Mail-Setup in WordPress kann schnell Extrastunden bescheren wenn die Mailaccounts bei einem Dienstleister gehostet sind, der vergisst zu erwähnen, dass der zuvor angelegte MS Exchange Admin Account nur empfangen und nicht senden kann.
Das vielversprechende Theme mit nahezu „unbegrenzten Individualisierungsmöglichkeiten“, bei dem einfachste, eigentlich selbstverständliche Features nicht möglich sind. An dessen Entwickler ich mehr Supportanfragen stellen musste, als alle anderen zusammen in den sechs Jahren zuvor. Mein Learning: keine Experimente! Zuverlässige, qualitativ hochwertige Themes verwenden, die sich bereits bewährt haben. Meist reichen zwei. Oder gleich auf höchstem Niveau mit Bricks und Class-Based-Workflow arbeiten.
Der Teufel steckt im Detail. Soll ich als Web-Designer das Teuflische einkalkulieren oder vom Best Case Szenario ausgehen? Vermutlich ist es am klügsten, den/die Auftraggeber*in bereits im Erstgespräch über den dynamischen Prozess des Web Designs aufzuklären. Die technische Komplexität anzusprechen, welche viel Unerwartetes mit sich bringen kann. Zu sensibilisieren.
–
Das Weingut Ruppert-Deginther hat eine neue Website. Es war ein weiter Weg, der Ausdauer und intensive Auseinandersetzung verlangte. Die Website ist weit mehr als nur ein Teil der Corporate Identity. Sie ist Kommunikationszentrale des Unternehmens und Empfangshalle für Neukund*innen.
–
› Hier geht’s zur neuen Website von Ruppert-Deginther